Interview mit unserem Microsoft-Teams-Spezialisten und Standortleiter Höxter, Christian Mamojka

(R)edaktion/Interviewführung: Richard Jones
(P)rokurist und Standortleiter: Christian Mamojka

 

 

(R) Christian, wir wissen, dass viele Unternehmen aufgrund der Coronaviruspandemie einen erzwungenen Digitalisierungsschub erfahren haben. Als eine der häufigsten Lösungen zur Unterstützung der Arbeit im Home-Office hat sich Microsoft Teams etabliert. Was macht gerade diese Anwendung so attraktiv?


(P) Zum einen wird Teams aktuell aufgrund der Pandemie kostenfrei angeboten. Das ist ein starkes Angebot seitens des Herstellers Microsoft, sollte aber nicht der ausschlaggebende Faktor sein. Vielmehr die vielfältigen Möglichkeiten, die durch diese Anwendung zur Produktivitätssteigerung und zum Ausbau des Team-Gedankens innerhalb des Unternehmens geboten werden, sollten im Vordergrund stehen. Aktuell kann die Situation um Corona genutzt werden, um endlich diesen Schritt zu gehen. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen auch nach der Coronakrise Bestand haben können. Das wird durch eine fachgerechte Einführung erreicht.  Dafür besteht eine gute Ausgangssituation, da zusätzlich zum Microsoft-Angebot auch Kosten, die mit der Einführung von Teams zusammenhängen förderfähig sind. Das macht die Einführung wenig kostspielig, manchmal sogar komplett kostenfrei. 

(R) Von welchen Möglichkeiten sprichst du? Was kann man mit Teams denn so machen?

(P) Die Meisten kennen ja bereits die Chat- und Online-Konferenz-Funktionen von Teams. Dass man Teams zur Projektunterstützung, z.B. zum zielgruppenorientierten Datenaustausch, als Projektplanungs- und Projektumsetzungsunterstützung-Tool oder sogar als Telefonlösung mit echten Festnetznummern nutzen kann, ist Vielen noch nicht geläufig. Ich bewerte bspw. auch die Möglichkeiten, die es mir als Führungskraft bietet, mit meinen Mitarbeitern in Kontakt zu bleiben, als sehr wertvoll. Gerade in der heutigen Zeit gibt uns ein Videoanruf in der Gruppe das Gefühl des Zusammenhalts.

(R) Was muss ich bei der Verwendung von Teams beachten?

(P) Man sollte Teams nicht einfach plan- und konzeptlos einführen, sondern sich vorher genau überlegen, wofür man die Anwendung eigentlich nutzen will. Außerdem ist die Integration in die vorhandene IT-Infrastruktur ein wesentlicher Punkt, der unbedingt erfolgen sollte. Das muss alles nicht kompliziert und aufwendig sein, doch empfiehlt es sich, mit Fachleuten zusammenzuarbeiten, die wissen, wie es geht.

 
(R) Welche Gefahren birgt der Einsatz von Home-Office-Lösungen? Können Sicherheitsstandards überhaupt auf gewohntem Niveau gewährleistet werden?

(P) Ja, können sie, aber es gilt: Lediglich mit einer fachgerechten Integration können diese gewährleistet werden. Gerade bei der Nutzung von privaten Geräten, was aus der Not heraus heute häufiger vorkommt, ist problematisch, dass der Unternehmenssicherheitsstandard auf diesen Geräten nicht gewährleistet ist; hier lässt sich mit entsprechenden Tools gegenlenken.

(R) Ist der Einsatz von Teams datenschutzrechtlich unbedenklich?

(P) Da Microsoft seine Teams-Server in Europa und auch in Deutschland betreibt, unterliegen sie der EU-DSGVO und sind damit datenschutzrechtlich unbedenklich.

(R) Glaubst du, dass die aktuelle Krise und der damit einhergegangene Digitalisierungsschub langfristige Auswirkungen auf Unternehmenskulturen haben wird?

(P) Ja, das glaube ich. Es wird sich vieles verändern! Allerdings werden nicht alle Digitalisierungslösungen, welche heute kurzfristig umgesetzt werden, Bestand haben. Oftmals erfolgen unüberlegte Schnellschüsse ohne Konzept, welche den Nachteil haben, nicht das gesamte Potential auszuschöpfen. Ich kann nur raten sich auf Fachkräfte zu verlassen und diese einzubeziehen. Dann werden Projekte, die wir heute umsetzen, auch nachhaltig sein und uns nach der Krise ihren Nutzen bringen.

(R) Wir fassen zusammen: Teams, ja – aber mit Plan!